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Markenaufbau

Etabliere Dein Unternehmen langfristig

Autor Timo Schnalzger

Timo Schnalzger

26.08.2022

Was bezeichnen wir als Markenaufbau?

Als Markenaufbau bezeichnet man die langfristige Etablierung eines Unternehmens, um sich bei relevanten Zielgruppen eine eigne, unverwechselbare Persönlichkeit zu schaffen. Der Markenaufbau ist unverzichtbar, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Wohin Dich ein erfolgreicher Markenaufbau führen kann, sehen wir uns zunächst an einem Beispiel an, bevor wir uns an den Aufbau Deiner Marke machen.

Was nützt es, wenn niemand weiß, wie innovativ du bist?

Das zweithäufigste Wort der Menschheit

Cola ist das am zweithäufigsten benutzte Wort der Menschheit. Woran denkst Du, wenn Du dieses Wort hörst? Wahrscheinlich nicht an Pepsi, Afri, Albra oder Gerolsteiner, obwohl diese Hersteller alle eine Cola im Programm haben. Du denkst an eine schlanke Art-Déco-Glasflasche mit einem roten Etikett und einem geschwungenen weißen Schriftzug. Du denkst an Coca-Cola. Vielleicht bist Du sogar der Ansicht, dass diese Cola am besten schmeckt, auch wenn Du nicht begründen kannst, warum.

An was denkst Du beim Wort Tempo?

Markenaufbau mit konsequentem Marketing?

Dass Du so denkst, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenten Marketings. Ein Marketing, das dafür sorgt, dass Milliarden Menschen bei einem Wort an eine bestimmte Marke denken – und sie konsumieren. Doch um erfolgreiches Marketing zu betreiben, braucht man erst mal etwas, dass man vermarkten kann – man braucht eine Marke. Eine solche zu etablieren, ist der Zweck des Markenaufbaus. Aber hast Du das überhaupt nötig, wenn Deine Produkte gut sind?

Warum Markenaufbau unverzichtbar ist

Gute Angebote allein reichen nicht, denn andere werden ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Aber selbst wenn Dein Produkt patentiert ist: Was nutzt das, wenn niemand weiß, wie innovativ Du bist? Der Aufbau einer Marke und der einer Markenidentität machen Dich wiedererkennbar und werden langfristig dafür sorgen, dass Kunden automatisch zu Dir kommen – weil sie Dir vertrauen. Doch der Markenaufbau hat noch weitere Vorteile.

Marken sorgen für Kundenbindung

Das vielleicht Wichtigste an einer Marke ist ihr Wiedererkennungswert. Wenn Deine Zielgruppe Deine Marke erstmal kennengelernt hat und mit ihr etwas Positives verbindet, werden die Leute gern zu Dir zurückkommen. Der Wert treuer Kunden kann gar nicht überschätzt werden. Sie sorgen für verlässliche Einkünfte und auf diese Weise für stärkere Planungssicherheit. Untersuchungen haben gezeigt, dass schon allein der regelmäßige Ertrag, den Du mit diesen Stammkunden erzielst, die Ausgaben für den Aufbau Deiner Marke übertreffen können.

Wahrnehmung und Wiedererkennung: Mach Dich einzigartig!

Ein Produkt einem Hersteller oder einem Unternehmen zuzuordnen, fällt den meisten Leuten schwer (insbesondere im B2C-Bereich, aber nicht nur da). Eine Marke hingegen können Kunden leichter erkennen. Durch eine kluge Strategie in der Markenführung lässt sich so nicht nur Deine Sichtbarkeit gegenüber der Konkurrenz verbessern, sondern eine ganz eigene Markenidentität aufbauen, deren Einzigartigkeit für jeden Kunden ersichtlich ist und der Deine Angebote auf diese Weise sofort aus hundert anderen heraus erkennen kann.

Mach Deine Marke einzigartig!

Identifikation: das stärkste Band zwischen Dir und Deinen Kunden

Im Idealfall erkennen Kunden Deine Brand nicht nur wieder, sondern identifizieren sich sogar mit ihr. Dazu ist es aber notwendig, dass Du Deine Zielgruppe genau kennst und im Marketing kommunizierst, dass Du ihre Werte teilst. Ein anschauliches Beispiel dafür sind Hersteller von Outdoorsportartikeln, die die Wichtigkeit von Umweltschutz betonen. Um ein solches Branding jedoch erfolgreich betreiben zu können, ist es unerlässlich, dass die propagierten Werte im Unternehmen und von Deinen Mitarbeitern auch tatsächlich gelebt werden.

Qualität ist kein Alleinstellungsmerkmal – aber trotzdem ein gutes Branding

Qualität ist zwar für sich genommen kein Alleinstellungsmerkmal (sondern eine Grundvoraussetzung, um überhaupt am Marktgeschehen langfristig teilnehmen zu können), allerdings kann mit Marken durchaus das Versprechen herausragender Qualität verknüpft sein. Du hast bestimmt schon den Satz gehört. „Das ist von XY zwar teurer, aber dafür hält das dann auch 20 Jahre.“ Bei Unternehmen, die mit dieser Strategie arbeiten, ist die Qualität aber nur ein Teil der Markenpositionierung. Andere Faktoren, wie etwa ein Branding mit hohem Wiedererkennungswert oder innovative Produkte, sind dazu ebenfalls unerlässlich.

Innovation ist mit einer Marke leichter

Du hast eine neue Idee, aber Zweifel, ob sich die Investition lohnt, weil Du nicht weißt, wie Dein Produkt vom Markt angenommen wird? Dann bau eine Marke auf! Natürlich kaufen die Kunden nicht jeden neuen Nippes, nur weil ein bekanntes Logo darauf prangt, aber Marken schaffen vertrauen. Kunden sind nachweislich eher bereit, ihnen unbekannte Produkte und Services auszuprobieren, wenn diese von Marken kommen, mit denen sie bereits positive Erfahrungen gesammelt haben.

Markenaufbau erleichtert Diversifikation

Wenn Du mit Deinem Unternehmen verschiedene Zielgruppen ansprechen willst, kann es eine gute Entscheidung sein, dies unter dem Dach einer Marke zu tun. Du kannst verschiedene Produkte oder Dienstleistungen anbieten, um den unterschiedlichen Ansprüchen aller Kunden gerecht zu werden. Dabei ist aber immer klar, dass das alles von Deiner Brand kommt.

Umgekehrt kannst Du mit verschiedenen Marken, verschiedene Bedürfnisse befriedigen und dabei gleichzeitig die Assoziationen, die mit den jeweiligen Marken verbunden sind, sauber trennen. Du kennst das von günstigen „Discountermarken“, hinter denen die gleichen Hersteller stehen wie hinter einem teuren Markenartikel.

Wann ist die richtige Zeit für den Markenaufbau?

Wenn Du bisher noch kein Branding betrieben hast, hat Dich unser Artikel vielleicht überzeugt, damit anzufangen. Dann fragst Du Dich natürlich: Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Grundsätzlich kannst Du jederzeit mit dem Markenaufbau beginnen oder eine bestehende Marke relaunchen, auch wenn Du das Unternehmen schon in vierter Generation führst. Dann musst Du Deine Bestandskunden natürlich auf Deinem neuen Weg mitnehmen. Ein Zeitpunkt bietet sich jedoch mehr an als andere.

Markenaufbau bei der Gründung

Am besten ist es natürlich, wenn Du den Aufbau Deiner Marke von Beginn an im Auge hast. So kannst Du einerseits eine Brand schaffen, die besonders authentisch wirkt, denn sie ist von Anfang an Teil Deines Unternehmens, andererseits erhältst Du, indem Du Dir Gedanken zum Markenzweck machst, auch wertvolle Impulse für die Entwicklung und Schärfung Deines Unternehmensprofils und der strategischen Ausrichtung des Betriebs.

So baust Du Deine eigene Marke auf

Im Folgenden sehen wir uns kurz an, wie Du eine Marke aufbauen kannst. Ich sage bewusst „kurz“, denn was hier in einigen knappen Sätzen umrissen wird, ist in der Praxis natürlich ein monatelanger Prozess. Das größte Hindernis ist nach unserer Erfahrung aber nicht die Dauer, sondern überhaupt anzufangen.

Wo stehst Du?

Die erste Frage, die Du Dir im Rahmen Deiner Markenentwicklung stellst, ist immer: Wo stehst Du? Oder anders ausgedrückt: Wie ist die aktuelle Positionierung Deines Unternehmens? Hierbei ist vor allem wichtig, wie Deine Kunden Dich sehen. Kaufen sie einfach nur bei Dir, weil Du billig oder in ihrer Nähe angesiedelt bist, oder verbinden sie schon gewisse Vorzüge mit Deinem Unternehmen? Loben sie Deinen schnellen Support? Schätzen sie die persönliche Beratung durch feste Ansprechpartner? Wenn das der Fall ist, hast Du schon mal eine erste Grundlage zur Entwicklung Deiner Markenposition.

Was macht der Markt?

Als Nächstes solltest Du Dir Deinen Markt ansehen: Was für Ansprüche haben die Kunden? Welche Trends sind zu erkennen? Wird es in Zukunft bestimmte Gefahren, Herausforderungen oder auch Chancen geben? Insbesondere solltest Du darauf achten, wie Deine Wettbewerber ihre Marke positionieren (oder ob sie es überhaupt tun). Gerade im B2B-Bereich wirst Du häufig feststellen, dass viele Wettbewerber Brandingmaßnahmen mehr oder weniger (oder sogar ganz) vernachlässigen. Das ist aber kein Grund, selbst auch die Hände in den Schoß zu legen, sondern eine hervorragende Chance, um der eigenen Marke eine Spitzenposition zu verschaffen.

Entwickle Deine Position

Wenn Du Deinen Ist-Zustand festgehalten und den Markt analysiert hast, kann es auch schon losgehen. Jetzt baust Du Deine Marke auf. In der Praxis heißt das, dass Du Dir Gedanken darüber machst, was der Zweck Deiner Marke ist. Welchen Mehrwert hat die Gesellschaft davon, dass Dein Business existiert. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Unsere Erfahrung zeigt, dass viele unserer Kunden hierbei schnell in Gemeinplätze wie „beste Qualität“ oder „jahrelange Erfahrung“ verfallen. Aber sind das wirklich einzigartige Mehrwerte, für Deinen Kunden?

Schau Dir hierzu am besten unseren Artikel zur Markenidentität an. Dort bekommst Du wertvolle Tipps, aus welchen Aspekten sich die Identität einer Marke zusammensetzt.

Zeig, was Du draufhast: Markenkommunikation

Wenn Du Deine Alleinstellungsmerkmale gefunden hast, geht es darum, sie der Welt mitzuteilen. Das sagt sich leichter, als es getan ist. Hier hast Du tausende Möglichkeiten, um Dich bei Deinen Kunden bekannt zu machen. Das bezieht sich sowohl auf die Kommunikationswege als auch auf das Branding, das Du wählst.

Hier wirst Du wahrscheinlich Hilfe von außen benötigen, denn schon der Entwurf eines Logos kann eine Herausforderung sein. Aber eine wichtige Herausforderung, wie die Statistik zeigt. Denn Verbraucher legen Wert auf ein ansprechendes Markendesign. Lass Dich hier nicht von den Kosten abschrecken, Du hast ja gesehen, was Du dafür bekommst.

Kurz zusammengefasst: Markenaufbau

Im Rahmen des Markenaufbaus machst Du aus Deinem Unternehmen eine Marke, die von den Kunden wiedererkannt werden kann, weil sie über Merkmale verfügt, die sie einzigartig machen. Diese Merkmale basieren auf den Mehrwerten, die nur Dein Unternehmen dem Kunden bieten kann. Durch den Wiedererkennungswert Deiner Brand baust Du langfristig ein Vertrauensverhältnis zum Kunden auf.

Timo Schnalzger

Timo Schnalzger

SEO//Content Creator
Timo war schon immer von Texten und Literatur fasziniert. Als Content-Redakteur bei //H&W taucht er tief in die verschiedensten Themenbereiche ein, um für unsere Kunden fundierte Texte mit echtem Mehrwert zu kreieren. Außerdem erklärt er in unseren Wiki-Videos verschiedenste Begriffe aus dem SEO-Universum.